A u s b i l d u n g s k o n z e p t

 

 

Schulprogramm

 

Die Friholtschule hat nach langjähriger Erfahrung als Ausbildungsschule in ihrer Schulkonferenz am 24.01.07 ein Ausbildungskonzept als Erweiterung des Schulprogramms verabschiedet.

 

Die Friholtschule bleibt Ausbildungsschule und bietet seit Schuljahresbeginn 2006/07 Ausbildungsplätze an.

 

 

Personelle Bedingungen

 

Das Kollegium der Schule besteht aus verschiedenen pädagogischen, therapeutischen und pflegerischen Berufsgruppen. Es findet eine breite interdisziplinäre Zusammenarbeit statt. Durchgängig wird in der Schule nach dem Klassenlehrer/innen-Prinzip gearbeitet. In den meisten Klassen sind auch Co-Lehrer/innen und/oder Pflegekräfte im Team tätig.

 

 

Ausbildung der Fachrichtungen und Fächer

 

Die Ausbildung erfolgt sowohl zum Halbjahr als auch zum Schuljahresbeginn und orientiert sich an der Landesverordnung über die Ordnung des Vorbereitungsdienstes und die Zweiten Staatsprüfungen der Lehrkräfte (APO II).

 

1. Fachrichtungen:

 

  • Geistige Entwicklung
  • Sprache
  • Lernen
  • Emotionale/Soziale Entwicklung
  • Körperliche/Motorische Entwicklung

 

 

 

 

2. Räumliche Bedingungen:

 

In Absprache stehen Räumlichkeiten für die Tagung regionaler Netzwerke oder Modulveranstaltungen zur Verfügung.

 

 

 

 

3. Aufgaben für die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV):

 

3.1. Unterricht:

 

13 verbindliche Unterrichtsstunden

10 Std. eigenverantwortlich

  • 1-2 Std. unter Anleitung
  • 1-2 Std. Hospitation bei der Ausbildungslehrkraft

 

Hospitationen in anderen Klassen sind durchaus erwünscht und möglich (zusätzlich zum verbindlichen Unterricht)

 

Unterrichtsplanungen:

 

  • Jeder eigenverantwortliche Unterricht ist schriftlich zu planen.
  • Die Planungen erfolgen auf der Basis des schulinternen Curriculums.
  • Für die Stunden unter Anleitung sind der Ausbildungslehrkraft vor Beginn des Unterrichts Verlaufsplanungen und Zielformulierungen vorzulegen.
  • Für die Stunden, die der Schulleitung und bei Ausbildungsberatungsbesuchen gezeigt werden, muss eine ausführliche Unterrichtsplanung vorgelegt werden.
  • Beim Unterricht in präventiven und integrativen Maßnahmen soll der Unterricht in der Regel mit der gesamten Klasse/Gruppe durchgeführt werden.

 

3.2. Teilnahme an Konferenzen und Besprechungen:

  • Teambesprechungen
  • Klassen-/Zeugniskonferenzen
  • Stufenkonferenzen
  • Fachkonferenzen (Es ist erwünscht, dass die LiV ihr Wissen aus den Modulen einbringen.)
  • Lehrerkonferenzen
  • mindestens einmalige Teilnahme an einer Schulkonferenz

 

 

3.3.Teilnahme am Schulleben:

 

Teilnahme an der Vorbereitung und Durchführung aller schulischen Veranstaltungen, z.B. Klassenfeste, Übernachtungen, Klassenfahrten, Elterngespräche, -abende und -sprechtage sowie Sportveranstaltungen, Projektwochen, schulinterne Fortbildungen u.a.

 

3.4. Weitere Aufgaben:

 

  • Mitarbeit an den Förderplänen für alle Schüler/innen der Klasse.
  • Für 1 Schüler/in wird zusätzlich ein vollständiger Förderplan je Fachrichtung gestaltet (Verfassen und Elterngespräch unter Anleitung).
  • Mitarbeit an den Zeugnissen. Die Beurteilungen für den selbstständig erteilten Unterricht werden von Beginn der Ausbildung an formuliert.
  • Mitarbeit an einem sonderpädagogischen Gutachten gemeinsam mit der Ausbildungslehrkraft oder einem/r Sonderschullehrer/in.
  • Auseinandersetzung mit dem Schulprogramm.
  • Mitarbeit am Ausbildungskonzept und an der Schul- und Unterrichtsentwicklung.
  • Zusammenkunft der LiV’s und ALK’s - auch der Kooperationsschulen-einmal pro Halbjahr
  • Anteilige Übernahme notwendiger pflegerischer Aufgaben im Schulalltag.
  • Die LiV übernehmen keine Klassenlehrerfunktion. Sie werden jedoch in die Aufgaben eines Klassenlehrers/einer Klassenlehrerin eingeführt (Anwesenheitsliste, Unterrichtsdokumentation, Elternarbeit, Zusammenarbeit in den Stufen, Verwaltung der Haushaltsmittel etc.) und führen diese Aufgaben aktiv mit aus.
  • Die LiV verschaffen sich eigeninitiativ und selbstständig Informationen über alle Belange der Klasse / Schule.
  • Selbstmanagement
  • Beratungen

 

 

4. Aufgaben der Ausbildungslehrkräfte:

 

 

Aufgaben der Ausbildungslehrkräfte sind in der APO II festgelegt und orientieren sich an den Ausbildungsstandards. Die Ausbildungslehrkräfte beraten und unterstützen die LiV in der schulischen Bildungs- und Erziehungsarbeit.

Die Ausbildungslehrkraft:

  • führt die LiV in den schulpraktischen Alltag ein.
  • führt zu Beginn jeden Halbjahres Orientierungsgespräche mit der LiA über den Ausbildungsprozess und dokumentiert die Gesprächsergebnisse (z.B. Kompetenzen, Wo sind Lücken?, Werden Hilfen und Anregungen angenommen?, Wünsche und Zielvereinbarungen.
  • berät und begleitet den Ausbildungsprozess, die Unterrichtsplanungen und -stunden.
  • Teilnahme an Ausbildungsberatungsbesuchen
  • zeigt Möglichkeiten der Hospitation in Klassen/Lerngruppen auf.
  • kooperiert mit der Ausbildungslehrkraft der anderen Fachrichtung oder des anderen Fachs.
  • unterstützt die LiV in der Zusammenarbeit mit anderen Schulen/Einrichtungen.
  • unterstützt die LiV bei der Herstellung von Kontakten zu schulinternen und -externen Experten.

 

 

 

 

 

5. Kontrakt zwischen Ausbildungslehrkraft und LiV

 

  • Ausbildungskraft und LiV vereinbaren einen festen wöchentlichen Termin für die Beratungen.
  • Bemerkungen/Schülerbeurteilungen für den Förderplan und zu den Zeugnissen sind entsprechend der Terminvorgabe des/r Klassenlehrer/in vorzulegen.
  • Die LiV und die Ausbildungslehrkraft informieren sich gegenseitig über alle besonderen Vorkommnisse in der Klasse und alle Elternkontakte zeitnah. Die LiV verpflichtet sich weiterhin, die Ausbildungslehrkraft über alle Probleme in ihren schulischen Arbeitsfeldern zeitnah zu informieren, um entsprechende Hilfestellungen und Interventionen zu ermöglichen. Bei größeren Problemen ist die Schulleitung zu benachrichtigen.

 

 

 

 

Aufgaben des Ausbildungsteams:

 

 

Die Friholtschule hat ein Ausbildungsteam, welches den Status einer Fachkonferenz hat. Mitglieder sind alle interessierten Lehrkräfte, die Schulleitung sowie die ALK’s. Das Ausbildungsteam trifft sich einmal pro Monat.

Aufgaben des Ausbildungsteams:

  • Besprechung von notwendigen Änderungen des Ausbildungskonzepts
  • Besprechung von Problemen und Fragen, die die Ausbildungslehrkraft nicht allein bewältigen kann
  • Unterstützung der Ausbildungslehrkräfte in allen Belangen der Ausbildung
  • Anlegen eines Ausbildungsordners
  • Trifft Absprachen in Bezug auf Schwerpunktsetzung bei den Ausbildungsstandards.
  • Die LiV’s nehmen einmal pro Halbjahr teil

 

 

Aufgaben der Schulleitung

 

 

  • Mitarbeit im Ausbildungsteam
  • mind. 1 Unterrichtsbesuch pro Halbjahr mit Besprechung
  • Erstellen der dienstlichen Beurteilung
  • Mitglied der Prüfungskommission
  • ggf. Beantragung der vorzeitigen Beendigung der Ausbildung
  • Vorgesetztenfunktion
  • Mitarbeitergespräche mit den LiV’s

 

 

 

Stand: September 2010